Fahrt von Monastir nach Licata

178 Seemeilen und 35 Stunden von Monastir nach Licata

Bin leider am Donnerstag nicht ganz pünktlich von Monastir weg gekommen, da das Ausklarieren 1,5 Stunden gedauert hat.

Bin dann so gegen 6:30 Uhr Richtung Sizilien gestartet. Es regnete leicht und Wind kam genau richtig aus Richtung Westen mit 20 bis 23 Knoten.

So fuhr ich mit dem ersten Reff Richtung Norden, es machte großen  Spaß wir fuhren mit 7 Knoten. Leider bin ich auch ziemlich oft Naß geworden, wenn sich wieder eine Welle über uns ergoß.

Frisch war es noch
War ziemlich frisch

So ging es bis ca. 2 Uhr früh. Ab da wurde die Wellen kleiner und auch der Wind nahm ab, aber das machte nichts war eh müde und so ließ ich den Autopiloten steuern und legte mich hin und schlief im 20 Minuten Rhythmus.

Dank AIS sah ich den Schiffsverkehr rund herum.

Traumhaft war der Sonnenaufgang um 5 Uhr. Ab 8 Uhr, schlief dann der Wind komplett ein und ich musste den Motor einschalten. So fuhr ich unter Motor mit 5 Knoten bis 13 Uhr. Ab 13 Uhr kam wieder leichter Wind auf und ich rollte die Genua aus. Mit Motor und Genua fuhr ich dann im Durchschnitt 7 Knoten. Ab 16 Uhr blies der Wind wieder mit 15 Knoten und ich fuhr nur unter Genua mit 6 Knoten Richtung Licata.

Schönwetter Segeln
Segeln bei schönstem Wetter

Ich konnte mir schon ausrechnen, wenn ich weiter so unterwegs bin das ich auf jedenfalls  im Tageslicht die Marina noch erreichen würde. Darüber war ich sehr froh, da ich eine fremde Marina ungern in der Nacht ansteuere.

So erreichte ich die Marina di Cala del Sole um 19:15 Uhr. Ein Marinero kam mir auch schon mit einem Schlauchboot entgegen und zeigte mit meinen Platz. Er half mir auch noch mit dem festmachen der Mooring Leinen.

Die Heckleinen wurde mir von der Besatzung der Black Magic ein deutsches Fahrtensegler Paar entgegengenommen.

Leicht erschöpft aber glücklich war ich in Sizilien, das einzige was ich am Freitag Abend noch machte, war ein Anlegebier und eine ausgiebige warme Dusche.

Marina die Cale del Sole Licata
Marina die Cale del Sole Licata

 

 

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Abschied auf Monastir

Heute nehme ich Abschied aus Monastir.

Die SY-Odyssey ist fertig für die Überfahrt nach Sizilien. Ich werde heute noch die letzten Tunesischen Dinar ausgeben und morgen in der früh gegen 5 Uhr werde ich Monastir Richtung Sizilien verlassen.

Es war ein schöner Aufenthalt. ich habe sehr nette Menschen in der Marina La Monastir kennengelernt.
Gestern bin ich noch zum Abschiedsessen von Heidi und Gerd auf Ihrer SY-Topperdiek eingeladen worden. Gerd und Heidi wohnen schon einige Jahre auf ihrem Segelboot und überwintern hier in der Marina. Bin froh das ich diese beiden liebevollen Menschen kennenlernen durfte. Danke noch mal an der Gerd und Heidi, die mir hier in Tunesien sehr geholfen haben.

Aber ich freue mich jetzt auch auf Sizilien, auf Italien, das Essen und auf eine andere Kultur.
Ich werde die Marina Licata auf der Südseite von Sizilien anlaufen, das sind von Monastir 170 SM. Da werde ich einige Wochen liegen, denn ich werde nächste Woche nach Deutschland zu Rita und Fly fliegen. Darauf freue ich mich schon sehr.

Sollte alles so laufen wie geplant werde ich am Freitag Abend in Licata einlaufen.

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Resümee Tunesien

Vier Wochen Tunesien gehen zu Ende, ein kleines Resümee.

Ich habe nicht alles was ich in Monastir erledigen wollte geschafft,.Eine Solaranlage für die „SY-Odyseey“ war leider nirgends aufzutreiben, ich war sogar mit Gerd in Sousse. Da haben wir zwar einen  Händler gefunden, der hätte uns aber nur eine 130 Watt Polykristalline Solarpanele zu einen sehr teuren Preis verkaufen können. Das muss dann doch nicht sein.

Aber es wurde das Segel und das Lazzy-Bag nachgenäht, die Badeplattform samt Badeleiter wurde installiert. Der Geräteträger und Gangway sind angebracht und das Antifouling ist neu gemacht worden.

Ach ja und zwei neue Verbraucherbatterien hab ich auch noch gekauft.

Die Solarpanele werde ich in Italien kaufen, oder von Deutschland schicken lassen.

Tunesien ist ein sehr interessantes Land. Es ist voller Gegensätze. Wenn man durch die Stadt schlendert, sieht man Frauen mit Burka, Frauen mit Kopftuch aber auch Frauen die in Mailand, Paris oder Madrid zu hause sein könnten.

Was mich sehr gewundert hat, ist der Umgang mit Alkohol. Ich dachte immer in Islamischen Ländern ist Alkohol verboten. Aber hier wurde ich eines anderen belehrt. Der Tunesier trinkt sehr viel Bier und Wein. Wenn man am Samstag am Supermarkt vorbei geht dann sieht man die Tunesier wie sie Paletten weiße Bierdosen und Weinflaschen kaufen. Auch in den Restaurants sieht man das sie sehr viel trinken, obwohl der Alkohol Verhältnis mäßig teuer ist.

Die Tunesier sind sehr freundlich und hilfsbereit, egal ob man auf der Straße nach dem Weg fragt, sie bemühen sich immer das man zufrieden ist.

Was mir aber sehr negativ aufgefallen ist, ist der schmutz der überall rumliegt. Die ganze Stadt ist voll mit Plastik, ob am Hafen oder in der Stadt überall liegt Plastik Müll rum. Plastikflaschen und Plastiktüten, keiner schert sich darum.

Müll Tunesien
Das ist noch sehr wenig Müll

Ich werde in ein paar Tagen Richtung Sizilien aufbrechen, darauf muss ich sagen, freue ich mich schon. Den das Essen hier in Tunesien ist nicht seh abwechslungsreich. Hähnchenfleich oder Pute. Keine Wurst und kein Käse.

Nicht das es mir nicht geschmeckt hätte, aber über ein wenig mehr Abwechslung hätte mich gefreut.

Was mir sehr gut geschmeckt hat war der Couscous in allen  Variationen, mit Hähnchenfleisch, mit Lamm oder nur mit Gemüse.

Auch die scharfe Paste die man zu Weißbrot und Oliven ist sehr lecker.

Scharfe Paste aus Tunesien
Harissas scharfe Paste aus Tunesien

Fazit:

Tunesien ist ein schönes Land, das man wirklich mal besuchen sollte. Ich hatte keine einzigen Tag Angst wegen Anschläge, Die Marinas sind mit Security und Polizei geschützt. Auch in der Stadt selbst kam   nie das Gefühl auf.

Die Tunesier sind ein sehr offenen Volk, der Islam ist nicht die Nummer ein im Leben, sie gehen gerne aus, feiern gerne und sind sehr westlich orientiert.

 

 

 

 

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Eine Seite über Segeln und Reisen rund um den Globus

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