Canal entre Champagne et Bourgogne

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So das war es nun mit dem Canal entre Champagne et Bourgogne!

8 Tage habe ich für die Strecke von 224 Km und 113 Schleuse gebraucht.
Jetzt bin ich endlich auf der Saone.

Aber jetzt mal zurück zum Canal entre Champagne et Bourgogne.

Auf diesen Canal fährt man hauptsächlich neben Feldern und Wiesen.
Es gibt keinen Hafen, nur ganz kleine Anlegestellen. Die meisten von Ihnen sind außerhalb der Dörfer. Es passen meist auch nur 2 bis drei Boote pro Anleger hin.

Dafür habe ich die meiste Zeit für eine Anlegestelle nichts bezahlen müssen. Oft war auch der Strom kostenlos. Das entschädigt ein wenig.
Man muss schon gut Lebensmittel und Diesel bunkern, denn es gibt Abschnitte, da bekommt man drei bis vier Tage keine Dörfer zu sehen.
Auch das Mobilfunknetz ist teilweise sehr eingeschränkt.

Aber ich habe auch drei ganz schöne Erinnerungen an de Canal.

Die erste schöne Erinnerung war als ich in Chamouilley gelegen haben. Da kam am späten Nachmittag ein ca. 20 jähriger mit seinem Roller angefahren und holte einfach so mal schnell zwei Dosen Bier aus seinem Roller, die wir gemeinsam tranken. Er sprach natürlich keine Deutsch und kein Englisch und ich kein Französisch, aber trotzdem unterhielten wir uns recht gut mit Händen und Füssen.

Ich weiß nicht aber wer würde in Deutschland auf die Idee kommen und mal einen Ausländer nur so, auf ein Bier einladen. Ich fand das klasse.

Die zweite Erinnerung war eine junge Schleusenwärterin. Die erste die wirklich gut Englisch sprach. Sie schleuste mich 25 Schleusen und bei jeder Schleuse quatschten wir über Gott und die Welt. Das waren zwei schöne Tage. Da ich ja alleine bin und sonst ja auch mit keinem zum reden komme, aus mit Fly und der gibt mir leider keine Antworten. 😉

Die dritte Erinnerung war am letzten Tag in Canal entre Champagne et Bourgogne.
Da lag ich ganz alleine an einem Anleger, da kam ein kleines Segelboot auf mich zu und fragte ob er bei mir Anlegen dürfte. Natürlich konnte er an der Sunshine festmachen.

Er war aus Deutschland genauer aus Dortmund. Er war mit einem 21 Fuß Segelboot seit letzten September im Mittelmeer unterwegs und jetzt durch die Kanäle zurück in die Heimat.

Wir hatten uns viel zu erzählen, auch wurde das eine oder andere Bier getrunken. Es war ein schöner Abend. Er konnte mir viele Tipps vom Mittelmeer geben und ich ihm von den Schleusen.

Mensch war ich froh, das ich das schlimmste schon hinter mir hatte.

Das Wetter machte mir auch auf dem Canal entre Champagne et Bourgogne auch immer wieder einen strich durch die Rechnung. Die letzten vier Tage regnete es immer wieder mal und die Sonne zeigte sich nur hin und wieder.

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Aber jetzt bin ich Froh das ich die 113 Schleusen hinter mir habe. Jetzt sind es nur noch 500 Km und ca. 30 Schleusen bis nach Port Saint Luise.

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