Kanal von Korinth

Nachdem wir schnell Ermioni verlassen hatten, erwartete uns ein wundervoller Segeltag. Es ging mit 5 bis 6 Knoten nach Poros. Da verbrachten wir 4 Tage, die nach der Nacht in Ermionio auch nötig waren. In Poros beim Shipchandler kauften wir noch eine neue Ankerkette. Jetzt haben wir 10mm a 80 Meter Kette, das sollte passen. Poros ist eine nette kleine Stadt mit vielen Lokalen und Geschäften.

Poros
Poros
Poros
Poros

Uns tat der Aufenthalt sehr gut. Mit neuem Proviant und vollem Wassertank ging es dann weiter auf die Insel Ägina. Leider war der Hafen bereits voll, so suchten wir uns eine Ankerbucht. Wir fanden dann auch eine kleine Bucht und der Anker ging auf 5 Meter runter. Es blieb noch Zeit dass ich mit dem Dingi mit Fly an Land fuhr um mit ihm spazieren zu gehen. Danach fing es sehr stark zu regnen an, das den ganzen Abend anhielt. Am nächsten Morgen musste ich erstmal das Dingi leerpumpen. 😉

Dann hieß es Anker auf und Kurs Richtung Kanal von Korinth.

Den erreichten wir dann gegen 14 Uhr, machten längsseits fest. Bezahlten für die Durchfahrt von sage und schreibe 6 km 182 Euro. Der Kanal von Korinth ist die teuerste Schiffspassage, gemessen auf die Länge des Kanals, der Welt. Nach ca. 20 Minuten Wartezeit ging es auch schon los. Das Wetter war leider nicht so toll. Es war stark bewölkt und ziemlich windig. Wir fuhren im Konvoi von 3 Segelschiffe. Wir waren als letzte an der Reihe. Ab der Hälfte des Kanals merkte ich, dass was mit dem Motor nicht stimmte. Er nahm kein Gas mehr an sondern die Drehzahl ging immer weiter in den Keller. Ich sagte zur Rita, sie solle den Anker soweit klar machen, dass wenn nichts mehr ginge, wir eine Notankerung durchführen könnten.

Ebenfalls holte ich mir gleich mein Handfunkgerät. Wir wurden immer langsamer. Endlich kam die Hebebrücke zum Vorschein. Unser Plan war nach dem Kanal sofort die Segel rauf und Richtung Hafen Korinth. Leider wurde aus dem Plan nichts. Nach der Hebebrücke ging nichts mehr! Ich konnte nur noch an die Pier, wo das Lotsenboot liegt, anliegen. So, jetzt standen wir da. Direkt vorm Kanal von Korinth an der Pier, wo nur das Lotsenboot liegen darf. Ich ging dann zum Brückenwärter und erklärte unsere Situation. Er war sehr nett, fragte, ob wir Hilfe benötigen. Er organisierte uns dann eine Mechaniker, der dann auch am späten Abend kam.

Es stellte sich dann raus, dass es die Einspritzpumpe war, die ihren Geist aufgegeben hatte. Am übernächsten Tag war sie wieder gerichtet. Wir, um einige hunderte Euro leichter, konnten dann am Dienstag früh unsere Fahrt in den Golf von Korinth fortsetzen.

Wir sind froh, dass es so glimpflich ausgegangen ist. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn der Motor im Kanal ausgegangen wäre.

Autor: Harry

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