Segeltörn Ostsee April 2015 Teil 2

Marina Glücksburg Segelclub Flensburg

Teil 2

5. Tag Mittwoch den 29.04.2015

Um 11 Uhr machte endlich die Klappbrücke in Sondeburg auf und  wir konnten unter Motor  Richtung Norden durchfahren. Nah ca. 2 SM  setzen wir nur  die Genua und machten 7 bis 8 Knoten, es war ein sehr schönes Segeln. Der Wind mit bis zu 30 Knoten war viel stärker als am Vortag auch die Sonne zeigte sich leider nicht mehr. Wir fuhren in die  Marina Dyvig ein sehr romantischer kleiner Hafen.

Klappenbrücke in Sonderburg
Klappbrücke Sonderburg

Am Abend besuchte uns noch Oliver, ein befreundeter Skipper von Bernd. An diesen Abend wurde es ziemlich feucht 🙂

6. Tag Donnerstag den 30.04.2015

Am Donnerstag früh übten wir noch ein Ankermanöver in Dyvig bevor wir unter Groß und Genua wieder Richtung Sonderburg fuhren. Leider wurde das Wetter immer schlechter, wir hatten Regen, Hagel und ein starkes Gewitter so das wir zeitweise die Segel einholten und unter Motor weiter fuhren. Da konnten wir wenigstens mal einen Schwerwetter Segeltörn erleben.  Sobald das Gewitter verzogen war wurden wieder die Segel gesetzt und wir segelten wieder Richtung Sondeburg. In Sondeburg mussten wir leider 2 Stunden vor der Klappbrücke warten. Um 17 Uhr ging es  dann unter der Klappbrücke durch. Wir tankten dann auch gleich noch in Sondeburg und fuhren dann weiter in die Marina Sondeburg.

Gewitter beim Segeln
Gewitter Richtung Sondeburg

Die Marina Sonderburg ist schon sehr groß. So dauerte es ein wenig bis wir einen geeigneten Gastliegeplatz bekamen,  da wir einen Tiefgang von 2.10 hatten.

Am Abend bekam ich dann leider eine starke Erkältung mit Schüttelfrost und Fieber. Ich bin dann auch gegen 20 Uhr in meiner Koje verschwunden.

7. Tag Freitag den 01.05.2015

Am Freitag mussten wir leider die ganze Strecke von Sonderburg bis nach Flensburg unter Motor fahren, da es  null Wind gab. Das war natürlich sehr schade denn ich liebe die Ruhe ohne Motor. Leider gibt es immer einen Zeitdruck bei den Segeltörns.

Winsch belegt mit Großfall
Winsch

Gegen 15 Uhr machten wir wieder im Stadthafen Flensburg „im Jaist“ fest. Danach musste ich mal für einige Stunden alleine sein um den Lagerkoller zu entkommen, somit ging ich in die Fußgängerzone von Flensburg. Da es ja der 1. Mai war, war am Feiertag nicht sehr viel los. Aber ich genoss einfach die Ruhe.

Am Abend machte uns die Technik wieder einen Strich durch die Rechnung. Die Standheizung fiel erneut aus. Im Boot ging die Temperatur sehr schnell runter und ich ging gegen 21 Uhr in meine Koje.

Nächsten Tag war es wieder bitterkalt in der Spirit. Aber da es der letzte Tag war, kam keine Zeit auf zu jammern. Jeder packte seine Sachen zusammen, das Schiff musste noch aufgeräumt und geputzt werden.

Putztag auf der Spirit
Putztag

Um 10 Uhr verließ dann die Crew die Spirit und ich machte mich auf dem Weg in die Altstadt von Flensburg, da mein Zug erst um 18 Uhr ging.

Hier die Fußgängerzone von Flensburg
Flensburg-Fußgängerzone

Ich suchte mir ein schönes Plätzchen in einem Café und las auf meinen Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN ein neues Ebook über eine Segelreise. Auszeit – Traum und Realität einer Weltumsegelung: Aussteigen auf Zeit. Nach einigen Kaffees und einen leckeren Kuchen machte ich mich dann gegen 17 Uhr auf zum Bahnhof Flensburg.

Da der Regionalexpress von Flensburg nach Hamburg bereits auf dem Gleis 2 stand, konnte ich mir sofort einen freien Platz sichern.

Dank freien Wlan surfte ich ein bisschen und die Zeit verging sehr schnell. Pünktlich um 18:11 Uhr fuhren wir aus dem Bahnhof Flensburg.

Nordostseekanal vom Zug aus.
Nordostseekanal vom Zug aus

Gegen 20 Uhr erreichten wir Hamburg und ich musste 15 Minuten auf meinen Anschlusszug den Euronight von Hamburg nach Wien warten.

Da ich im Nachtzug wieder einen Sitzplatz reserviert habe, suchte ich mir mein Abteil und machte es mir so bequem wie möglich. Es waren auch nur 2 Plätze reserviert, somit hatte ich viel Platz zum Schlafen.

8. Tag Samstag den 02.05.2015

Gut, das ich mir meinen Wecker im Nachtzug gestellt habe denn dieses mal habe ich sehr tief geschlafen und somit weckte mich mein Iphone um 5.15 Uhr kurz vor Passau.

Angekommen in Passau um 5:30 Uhr ging ich in den Warteraum. Kaum zu glauben wie voll der um diese Uhrzeit war, es waren viele Nachtschwärmer, die auf die ersten Züge Richtung Heimat warteten. Endlich um 6 Uhr machte der Bäcker auf und somit gönnte ich mir erstmal einen Kaffee. Mein Anschlusszug nach Eggenfelden ging dann um 7:11 Uhr pünktlich, um 8:45 betrat ich dann wieder den heimischen Boden. Ich war froh dass ich jetzt nach 15 Stunden Bahnfahrt wieder zuhause war. Denn die Erkältung steckte mir ja noch in den Knochen.

Fazit:

Es war ein sehr interessanter Segeltörn. Das Wetter war leider nicht so schön, aber dass kann man ja auch Ende April an der Ostsee nicht erwarten. Die Crew passte auch ganz gut zusammen. Die technischen Probleme waren unschön, denn es war schon wirklich bitter kalt ( wir hatten schließlich Nachtfrost)  umsonst habe ich auch nicht so eine starke Erkältung bekommen.

Segeltechnisch war es sehr gut, wir konnten viele Manöver fahren und unser Skipper „Bernd“ hat uns alles sehr gut erklärt. Dafür möchte ich mich nochmals herzlich bei Bernd bedanken.

Da ich ab Donnerstag sehr erkältet war, bekam ich einen ziemlichen Lagerkoller, aber was soll´s da muss man durch.

Ende Mai geht es für mich wieder an die Ostsee zum Segeln, ich freue mich schon darauf.

Hier findet ihr alle Fotos.

 

 

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