Von Namur nach Charleville-Mézières

Von Namur nach Charleville

Von Namur nach Charleville-Mézières

In der Nacht zu Frei­tag hat­te es ein Gewit­ter aber trotz­dem schein heu­te früh die Son­ne.
Die Maas wird immer klei­ner und schö­ner zu fah­ren. Wir fah­ren an Orte wie Godin­ne oder Yvoir vor­bei.

Schloss an der Maas
Schloss an der Maas

Da auf der Kar­te weni­ge Anle­ge­mög­lich­kei­ten ver­zeich­net sind legen wir bereits um 16 Uhr in Anse­rem­me im dor­ti­gen Hafen an.

Nach einen schö­nen Spa­zier­gang mit Fly direkt an der Maas, gab es noch ein Män­ner­es­sen „Wie­ner­schnit­zel mit Brat­kar­tof­feln“.
Am Sams­tag war das Wet­ter bewölkt aber das hin­dert uns natür­lich nicht wei­ter­zu­fah­ren.
Gegen Mit­tag erreich­ten wir die Gren­ze zu Frank­reich.
In der ers­ten Fran­zö­si­schen Schleu­se mit dem Namen Les 4 Che­mi­nées wur­de uns die Lei­nen abge­nom­men und nach dem Schleu­sen muss­ten wir unse­re Vignet­te für die Kanä­le kau­fen.

In Givet mach­te wir erst­mal am Stadt­kai fest und dreh­ten eine Run­de durch den Ort.
Danach gab es einen lecke­ren Cap­puc­ci­no direkt an der Stadt­pro­me­na­de. Das Wet­ter wur­de auch immer bes­ser und somit emp­fing mich Frank­reich von sei­ner bes­ten Sei­te.

Kurz nach Givet muss­te ich und 5 wei­te­re Boot ca. 1,5 Stun­den auf das Schleu­se war­ten.

Wegen diesem Boot war die Schleuse gesperrt.
Wegen die­sem Boot war die Schleu­se gesperrt.

Was dann kam war schon unheim­lich, wir wur­de zu dritt geschleust zwei gro­ße Motor­boo­te und als letz­ter von den drei­en wir.
Nach der Schleu­se kommt ein Tun­nel mit 880 Meter län­ge der ist nicht Beleuch­tet und somit fährt man ein­fach ins Schwar­ze hin­ein. Im Tun­nel sel­ber ist es sehr eng und es wer­den kei­ne Feh­ler ver­zie­hen. Das vor mir fah­ren­de Motor­boo­te fuhr sich gleich zwei schram­men in sein Boot. Da er ziem­lich breit war. Gott sei dank sind wir da gut durch­ge­kom­men.

Einfahrt zum Tunnel
Ein­fahrt zum Tun­nel
Ende am Licht des Tunnels
Ende am Licht des Tun­nels
Geschaft
Geschaft

Ach ja die Schleu­sen in Frank­reich haben es in sich, in Hol­land und Bel­gi­en kommt das Was­ser von unten und somit ver­teilt es sich schön gleich­mä­ßig. In Frank­reich dage­gen kommt es vor­ne raus­ge­schos­sen und den ers­ten in der Schleu­se wir­belt es ziem­lich rum.
Wir sind dann noch bis Vireux-Wal­le­rand gefah­ren und konn­ten da an der Stadt­mau­er anle­gen. Es gab Strom und gra­tis eine Dusch­mög­lich­keit.
Auch hier konn­te man etli­che Kilo­me­ter direkt an der Maas spa­zie­ren gehen.
Am Sonn­tag Mor­gen bei unse­rer täg­li­chen Mor­gen­run­de ent­deck­ten wir eine Bäcker, somit gab es am Sonn­tag mei­ne ers­ten Fran­zö­si­schen Crois­sant, sie schmeck­ten echt lecker.

Am Sonn­tag kam star­ke Bewöl­kung auf und man muss­te jeder­zeit damit rech­nen das es zu reg­nen anfing. Es ver­ging nicht mal eine Stun­de seit wir unter­wegs waren und es goss auf Kübeln.

Wir leg­ten uns an den Stadt­kai von Fumay und war­te­ten bis es leich­ter wur­de.

Nach ca. einer Stun­de ging es dann eini­ger­ma­ßen wie­der und wir fuh­ren wei­ter.
Jetzt kam ein Teil­stück das ich mir auf der Kar­te schon mal genau­er ange­se­hen haben, es gibt sehr vie­le Schleu­sen aber wenig Anle­ge­mög­lich­keit.
Mein Ziel war Mon­ther­mé das müss­te zu schaf­fen sein dach­te ich mir. Aber gleich in der nächs­ten Schleu­se muss­te ich war­ten, da vor mir eine Grup­pe von drei Motor­boo­ten auch Berg­auf schleus­ten.
Bis drei Boo­te fest waren ver­ging eini­ges an Zeit. Ich konn­te Sie auch nicht über­ho­len da sie nach der Schleu­se alle drei viel schnel­ler unter­wegs waren wie wir. Lei­der hol­te ich sie an der Schleu­se jedes mal wie­der ein. An der Schleu­se Dames de Meu­se muss­te ich wie­der eine gan­ze Zeit war­ten, den einer von den drei Motor­boo­ten ist an die rote Stan­ge gekom­men, somit muss­te erst ein VFN Mit­ar­bei­ter kom­men und die Schleu­se wie­der anschal­ten.
Es kam wie es kom­men muss­te, ich hat­te genau noch eine Schleu­se vor Mon­ther­mé aber es war bereits 18:05 Uhr und die Schleu­se war zu.
So jetzt war guter Rat teu­er. 2 Km hin­ter mir die Schleu­se ist zu und vor mir auch. Genau in die­sem Teil­stück befin­det sich kei­ne Anle­ge­mög­lich­keit. Bin dann ca. eine hal­be Stun­de rum­ge­fah­ren um doch noch an Land fest­zu­ma­chen, aber ich hat­te kei­ne Mög­lich­keit. Mit mei­nen 1,45 Meter Tief­gang kam ich nicht genug ans Ufer ran.
Also blieb mir nichts ande­res übrig, als den Anker zu wer­fen und die Nacht mit­ten auf der Le Meu­se wie sie ja hier in Frank­reich heißt zu ver­brin­gen.
Es war unbe­schreib­lich, die­se Stim­mung ganz allei­ne am Fluss kei­ne Mensch weit und breit und die­se Ruhe, ein­fach klas­se.

Abendstimmung am Ankerplatz
Abend­stim­mung am Anker­platz

 

Auch Fly gefällte es
Auch Fly gefäll­te es

Lei­der reg­ne­te es am Mor­gen schon wie­der, somit ein­ge­packt in Ölzeug fuh­ren wir um kurz vor neun zur ers­ten Schleu­se.
Das Wet­ter war heu­te wirk­lich beschei­den, es Reg­ne­te den gan­zen lie­ben Tag lang. Ich konn­te die Gegend über­haupt nicht genie­ßen, den die Wol­ken hin­gen sehr weit run­ter und somit war die Sicht nicht gera­de berau­schen, alles grau in grau.

Da ich heu­te Nacht aber wie­der in einen Hafen lie­gen woll­te, den ich muss­te mei­ne Lebens­mit­tel Vor­rä­te auf­sto­cken. Ging die fahrt gegen 15 Uhr heu­te zu ende und seid dem wir lie­gen hier in Char­le­vil­le-Méziè­res am Cam­ping­platz. Ganz in der nähe gibt es eine Tank­stel­le und eine Super­markt.

Das war unse­re Etap­pe von Namur nach Char­le­vil­le.

Wir sind nicht alleine
Wir sind nicht allei­ne
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