Von Roermond nach Namur

Maas

Am Dienstag früh warf ich endlich die Leinen in Roermond los.

Es herrschte zwar nicht das optimale Wetter für eine schöne Bootstour, aber ich war nur froh, das ich Richtung Süden weiter fahren konnte.

In diesem Beitrag geht es über die Strecke von Roermond nach Namur.

Die Maas schlängelt sich durch Roermond und Maasbrach so hindurch, das hin und wieder ein Blick in die Karte nicht schadet.

Nach Maasbrach heißt es erstmal abschied von der Maas nehmen und es geht in den Juliankanal. Die erste Schleuse wartet schon auf mich. In einer Entfernung von etwa 500 Metern sehe ich das die Schleuse auf grün geschalten hat und schwuppdiwupp bin ich schon drin ohne lange Wartezeit.

Weiter ging es dann den Juliankanal hinauf, der immer gerade aus verläuft, nicht sehr anspruchsvoll.

Auch links und rechts vom Kanal, findet man nichts was man groß Fotografieren oder erwähnen müsste. Hin und wieder einen Binnenhafen mit Industrie das war es dann auch.

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir Maasstricht, ich wollte mich gerne an den Stadtkai legen, leider war kein Platz mehr für uns.

Ich fuhr ca. 500 Meter zurück den da war der alte Binnenhafen, der jetzt als Stadthafen für Sportboote dient. Um ihn zu erreichen, muss man durch eine kleine Schleuse da der Innenhafen ca. 2 Meter unter der Maas liegt.

Im Stadthafen gibt es kein Hafenbüro nur einen Automaten, da bekommt man eine Chipkarte für Toiletten, Dusche und Strom.

Danach ging es für mich und Fly in das Stadtzentrum von Maasstricht, wollte ich doch die besten Frites probieren, so wie es die Stadtführer alle anpreisen.

Was soll man über die Frites schreiben, ja sie waren nicht schlecht, lassen wir es so stehen.

In Maasstricht pulsiert das Leben, es gibt eine menge Kneipen und Cafés, eine große Einkaufsstraße mit Boutiquen, Schuhläden. Man könnte fast schon meinen man wäre hier im Süden am Mittelmeer, rein vom Stadtbild aus.

Mittwoch

Schleusen beginn ist 9 Uhr damit man wieder in die Maas kommt. Ab acht Uhr früh standen die ersten schon an der Schleuse. Da diese aber sehr klein ist und max. 3 Sportboote gleichzeitig rein können, gingen wir erstmal ausgiebig Spazieren, denn wir sind ja nicht auf der Flucht.

Um 10 Uhr heißt es dann auch für uns Leinen los und ab in die Schleuse.

Danach geht es für ca. 4 Km die Maas entlang bis die erste Schleuse kommt die schon zu Belgien gehört. Hier mussten wir leider sehr lange Warten, da es normalerweise eine Doppelschleuse ist, die aber momentan umgebaut wird und somit nur eine Schleuse zur Verfügung steht.

Wir machten dann vor der Schleuse fest und warteten ganz entspannt bis das große Schleusentor sich öffnete und die Schiffe raus kamen.

erste Schleuse in Belgien
erste Schleuse in Belgien

Nach einer Wartezeit von einer Stunde war es dann soweit, wir konnten die Schleuse befahren.

Der Belgische Schleusenwärter machte die Schleuse brechend voll, wir mussten zweimal wieder weiter nach vorne rücken da immer wieder Boote nachkamen.

Schleuse
Schleuse

Das war bis jetzt die erste Schleusung die mich ein bisschen nervte, da man fürchterlich aufpassen musste, dass man nicht mit anderen Booten zusammen stieß.

Oben angekommen mussten wir auch nicht zum Schleusenwärter, wie in anderen Berichten oft geschrieben wird, sondern konnten unsere Fahrt fortsetzen.

Jetzt waren wir also im Albert-Kanal der bis kurz vor Lüttich wieder in die Maas geht.

Im Kanal herrscht reger Verkehr, links und recht des Kanals stehen eine Menge Industriegebäude die aber auch schon bessere Zeiten gesehen haben, über die hälfte sieht so aus als wären sie bereits stillgelegt.

Albert-Kanal
Albert-Kanal
Industrie
Industrie

Weiter führt uns die Fahrt durch Lüttich wo man so einige sieht.

Da es bereits später Nachmittag war, suchten wir und eine bleibe für die Nacht, es gibt auf diesen Abschnitt der Maas leider nur vereinzelt Häfen. So machten wir im kleinen Sporthafen in Huy für die Nacht fest.

In Huy hatten wir einen außergewöhnlichen Ausblick. In ca. 500 Meter gegenüber befand sich nämlich ein AKW.

In Sporthafen hatten wir leider einen ziemlichen schwell ,wenn die großen Binnenschiffe vorbei fuhren.

Donnerstag

Am Donnerstag früh ging es gegen 8 Uhr weiter Richtung Namur.

Kurz hinter Huy ändert sich schlagartig die Gegend. Die Industriegebäude wichen grünen Hügeln und steilen Hängen. Die Maas wurde kleiner und die Ufer immer grüner. Es kamen vereinzelt noch ein paar Steinbrüche aber keine groß Industrie mehr.

Die Maas nach Huy
Die Maas nach Huy

Bis Namur hatten wir zwei Schleusen wobei wir nur an einer ein bisschen Warten mussten.

In Namur gibt es einen Sporthafen der leider schon Mittag voll war. Da aber Fly meinte er müsse mal raus, legten wir rechts an der Stadtmauer an. Wir machten einen kurzen Spaziergang durch Namur, es blieb aber bei einen Kurzbesuch da es ca. 14 Uhr war und das Thermometer 32 Grad anzeigte.

Namur
Namur
Stadtmauer in Namur
Stadtmauer in Namur
Sunshine in Namur
Sunshine in Namur

Für eine Nacht hätte ich bestimmt an der Stadtmauer legen können, wir wollten aber eine Dusche und Strom für die Nacht, da bei den Außentemperaturen mir ein funktionierender Kühlschrank schon ganz lieb ist. Somit warf ich einen kurzen Blick in die Karten und fand kurz hinter Namur einen kleinen Yachthafen.

Noch bevor ich die Leinen löste, sah ich das die Schleuse gerade aufmachte. Also, Turbo einschalten, ablegen und ab in die Schleuse.

Nach ca. 2 Km nach der Schleuse sah ich den Yachthafen auf der linken Seite, es waren noch einige Plätze frei.

Somit verbrachten wir hier unsere Nacht. In einen kleinen Yachthafen bei Namur.

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